Summer of Soil – Internationale Bewegung für lebendige Böden

Wie kann Bodenfruchtbarkeit weltweit erhalten und was kann gegen Bodenerosion getan werden? Auf diese eminent wichtigen Fragen suchten die Teilnehmer der fünfwöchigen interdisziplinären Veranstaltung "Summer of Soil" vom 7. Juli bis zum 9. August 2013 Antworten. Hintergrund ist, dass über 90 Prozent der Nahrung ihren Ursprung im Boden hat. Ein Viertel dieser Böden ist bereits so zerstört, dass es nicht mehr für den Nahrungsmittelanbau genutzt werden kann. Weltweit verlieren wir jährlich zehn Millionen Hektar des "schwarzen Goldes", was 30 Fußballfeldern pro Minute entspricht. Die Hauptursache dieser dramatischen Entwicklung liegt vor allem in einer hoch industrialisierten Landwirtschaft.

"Summer of Soil" hat sich zur Aufgabe gemacht, auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen und Alternativen im Sinne von "best practice" aufzuzeigen. Inhaltlich in die Tiefe ging dabei das Living Soil Forum. Dieser Kongress brachte Vertreter aus Landwirtschaft und Agrarindustrie, Handel und Verarbeitung, aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Medien zusammen. In einer intensiven, interdisziplinären Arbeit wurde auch ein Manifest verabschiedet, das in einer aktuell vorgelegten Dokumentation nachgelesen werden kann. Flankiert wurden die Austausch- und Informationsveranstaltungen durch zahlreiche praktische Workshops, die Themen wie beispielsweise Permakultur, Urban Gardening, Bienenhaltung oder nachhaltige Forstwirtschaft abdeckten. Eine mit Hilfe vieler Freiwilliger organisierte Ausstellung brachte den zahlreichen Besuchern das Thema "Boden" sowie die vielfältigen Gefährdungen dieser Lebensgrundlage nahe.

"Mit einfachsten Mitteln wurde eine effektive und weitreichende Öffentlichkeitsarbeit für ein hoch relevantes Thema betrieben, die auch über die Projektzeit hinaus nachhaltig wirken kann", lobt Klaus Plischke, der das Projekt von Seiten der Software AG – Stiftung begleitet hat. Das Projekt wurde von einem internationalen Bündnis von Organisationen und Unternehmen unterstützt, darunter auch von der Software AG – Stiftung.